Trockene, gereizte Augen bedeuten für viele Menschen, dass sie zu rezeptfreien Augentropfen (OTC) greifen. Allerdings bieten diese Tropfen oft nur vorübergehende Linderung, da sie nicht die Grundursachen des trockenen Auges bekämpfen. Das Problem ist nicht immer ein Mangel an Schmierung; Es ist oft eine Kombination übersehener Faktoren, die den Zustand verschlimmern.
Die Biologie des trockenen Auges: Warum Ihre Augen empfindlich sind
Die Hornhaut, der klare vordere Teil Ihres Auges, ist dicht mit Nerven gefüllt. Dadurch ist es äußerst reizempfindlich. Trockene Augen können tatsächlich die Art und Weise verändern, wie diese Nerven funktionieren und die Beschwerden selbst bei normalen Reizen verstärken. Das bedeutet, dass Ihre Augen nicht nur trocken sind; Sie werden überempfindlich.
Digitale Belastung: Bildschirme und reduziertes Blinken
Das moderne Leben erfordert übermäßig viel Zeit vor dem Bildschirm, wodurch das Blinzeln drastisch reduziert wird. Die American Academy of Ophthalmology stellt fest, dass Menschen beim Betrachten von Bildschirmen etwa halb so oft blinzeln. Das Blinzeln ist von entscheidender Bedeutung, da es die Tränen über die Augenoberfläche verteilt und so ein Verdunsten verhindert. Um dem entgegenzuwirken:
- Machen Sie regelmäßig Bildschirmpausen.
- Positionieren Sie Ihren Bildschirm unterhalb der Augenhöhe, um die Belastung der Augenlider zu verringern.
- Beschränken Sie die Nutzung des Bildschirms vor dem Schlafengehen.
Umweltfaktoren: Wind, Hitze und Klimaanlage
Trockenheit ist nicht auf Innenräume beschränkt. Wind, niedrige Luftfeuchtigkeit und forcierte Luft (von Heizungen, Klimaanlagen oder Autolüftungen) beschleunigen die Tränenverdunstung. Die Augen können dies überkompensieren, indem sie mehr Tränen produzieren, aber das reicht nicht immer aus. Zu den Lösungen gehören:
- Tragen einer Feuchtigkeitskammerbrille (nicht verschreibungspflichtige Brille mit Silikonbarrieren).
- Verwendung von Luftbefeuchtern, insbesondere in trockenem Klima.
- Halten Sie während der Reise ausreichend Flüssigkeit zu sich und begrenzen Sie den Alkohol- und Koffeinkonsum im Flugzeug.
Nebenwirkungen von Medikamenten: Ein übersehener Auslöser
Viele gängige Medikamente können das Trockene Auge verschlimmern. Antidepressiva, angstlösende Medikamente, Antihistaminika, Diuretika und sogar Aknebehandlungen können alle zu dem Problem beitragen. Diese Medikamente können Entzündungen auslösen oder die Tränendrüsenaktivität direkt reduzieren. Wenn Sie vermuten, dass Medikamente eine Rolle spielen, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Es gibt oft alternative Behandlungen oder Möglichkeiten, die Symptome zu lindern.
Die Bedeutung des Schlafes: Wartung und Reparatur
Beim Schlafen geht es nicht nur um Ruhe; Dabei werden Ihre Augen wichtigen Pflegeprozessen unterzogen, einschließlich der Ausspülung von Ablagerungen. Schlechter Schlaf reduziert die Tränenproduktion und erhöht die Hornhautempfindlichkeit, was die Symptome des trockenen Auges verschlimmert. Stressbewältigung, Sport treiben, meditieren oder Aromatherapie können sowohl zu einem besseren Schlaf als auch zu weniger Trockenheit beitragen.
Blockierte Meibom-Drüsen: Ein wichtiger Faktor
Die Meibomdrüsen produzieren Öle, die den Tränenfilm stabilisieren. Wenn diese Drüsen verstopfen, verdunstet die Tränenflüssigkeit zu schnell, was zu Entzündungen und chronischen Beschwerden führt.
Make-up und Reizstoffe: Achten Sie auf die Inhaltsstoffe
Einige Make-up-Produkte enthalten Konservierungsstoffe, Duftstoffe oder Glitzer, die empfindliche Augen reizen können. Die Wahl hypoallergener, parfümfreier Produkte kann dazu beitragen, diesen Auslöser zu reduzieren.
Die Einschränkungen von OTC-Drops: Eine vorübergehende Lösung
OTC-Augentropfen können zwar vorübergehend Linderung verschaffen, sie behandeln jedoch nicht die zugrunde liegenden Ursachen des trockenen Auges. Übermäßiger Gebrauch kann das Problem sogar verschlimmern, da viele Produkte Konservierungsstoffe enthalten, die bei häufiger Anwendung Reizungen verursachen.
Letztendlich erfordert ein anhaltendes trockenes Auge die Identifizierung und Behandlung der Grundursachen und nicht nur die Maskierung der Symptome. Wenn rezeptfreie Tropfen nicht wirken, ist es an der Zeit, einen Augenarzt für einen individuellen Behandlungsplan zu konsultieren.
