Hochverarbeitete Lebensmittel haben einen schlechten Ruf, aber wenn man sie völlig ablehnt, werden Bequemlichkeit, Erschwinglichkeit und in manchen Fällen sogar der Nährwert außer Acht gelassen. Experten sind sich einig, dass nicht alle verarbeiteten Lebensmittel gleich sind. Einige bieten greifbare Vorteile und sind daher eine lohnende Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Das sagen registrierte Ernährungsberater und Ärzte über fünf „hochverarbeitete“ Lebensmittel, die einen zweiten Blick verdienen:
1. Vollkornbrot: Verarbeitet ist nicht gleich ungesund
Das meiste Brot auf dem Markt ist zu einem gewissen Grad verarbeitet. Sogar Vollkorn-Bio-Varianten unterliegen einer erheblichen Transformation vom Weizenstängel zum geschnittenen Laib. Die Verarbeitung macht jedoch die Vorteile von Vollkornprodukten nicht zunichte.
Gutes Vollkornbrot liefert Ballaststoffe, B-Vitamine und wichtige Nährstoffe, die die Verdauung und die Herzgesundheit unterstützen. Achten Sie bei der Auswahl auf „Vollkorn“, „Hafer“ oder „Gerste“ als Hauptzutat. Kürzere Zutatenlisten mit erkennbaren Zusätzen wie Öl, Zucker oder Salz sind vorzuziehen. Wenn Sie sich für Olivenöl anstelle von Sojaöl entscheiden, wird das Fettprofil weiter verbessert.
2. Verarbeitetes Fleisch aus Weidehaltung: Eine erstklassige Wahl
Verarbeitetes Fleisch wie Speck und Feinkostscheiben fallen häufig in die Kategorie „hochverarbeitetes Fleisch“. Aber mit Gras gefütterte Tiere sind wesentlich gesünder als mit Getreide gefütterte Tiere. Untersuchungen bestätigen, dass Weiderindfleisch einen höheren Anteil an herzgesunden Omega-3-Fettsäuren enthält.
Durch die Wahl von verarbeitetem Fleisch von grasgefütterten Tieren entfällt zwar nicht die Verarbeitung, aber der Nährwert wird dadurch erhöht. Dies ist ein einfaches Upgrade für eine bessere Gesundheit.
3. Hummus: Einfache Zutaten, starke Vorteile
Hummus kann voller Zusatzstoffe sein, aber die einfachen Versionen auf Kichererbsenbasis bleiben sehr nahrhaft. Suchen Sie nach Optionen mit minimalen Zutaten – Kichererbsen, Olivenöl und Gewürzen.
Hummus liefert Ballaststoffe und pflanzliches Protein. Durch die Bevorzugung von Marken, die Olivenöl oder Sonnenblumenöl mit hohem Ölsäuregehalt verwenden, werden die gesundheitlichen Vorteile dank der entzündungshemmenden Eigenschaften der Ölsäure (Omega-9) noch verstärkt.
4. Joghurt: Probiotika und Protein in jedem Bissen
Sogar gesüßter Joghurt ist eine großartige Quelle für Probiotika, Kalzium und Protein. Studien zeigen, dass Der Verzehr von Joghurt mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes und niedrigeren Sterblichkeitsraten verbunden ist.
Beginnen Sie mit griechischem Naturjoghurt für den höchsten Proteingehalt. Fügen Sie Ihre eigenen natürlichen Aromen (Früchte, Honig) hinzu, anstatt sich auf vorgesüßte Sorten zu verlassen.
5. Bohnenkonserven: Komfort ohne Kompromisse
Bohnenkonserven werden oft als hochverarbeitet bezeichnet, sie sind jedoch nach wie vor eine hocheffiziente Möglichkeit, pflanzliches Protein, Ballaststoffe und essentielle Nährstoffe zu sich zu nehmen. Bohnen in Dosen sind praktisch, erschwinglich und vielseitig.
Ob in Dosen oder trocken gekocht, Bohnen bieten erhebliche gesundheitliche Vorteile. Sie passen problemlos zu jeder Mahlzeit oder jedem Snack.
Zusammenfassend : Ultra-Processing ist nicht automatisch gleichbedeutend mit ungesund. Einige verarbeitete Lebensmittel behalten wertvolle Nährstoffe und bieten Komfort ohne Qualitätseinbußen. Wenn Sie fundierte Entscheidungen treffen – wie z. B. die Priorisierung von Vollkornprodukten, grasgefüttertem Fleisch und einfachen Zutatenlisten – können Sie die Vorteile verarbeiteter Lebensmittel genießen, ohne Ihre Gesundheit zu gefährden.
