Kinderärzte widersetzen sich den CDC-Änderungen am Impfplan für Kinder

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Die US-amerikanischen Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) haben kürzlich eine deutliche Reduzierung der empfohlenen Impfungen für Kinder angekündigt – von 17 auf 11. Viele Kinderärzte und führende medizinische Organisationen, darunter die American Academy of Pediatrics (AAP), raten Eltern jedoch, diese Änderungen außer Acht zu lassen und mit dem bisherigen, umfassenderen Impfplan fortzufahren. Diese Divergenz sorgt für Verwirrung bei den Familien und wirft Fragen über die Zukunft des Zugangs zu Impfstoffen auf.

Der Wandel der Empfehlungen

Die CDC hat sechs Impfstoffe – Rotavirus, RSV, Influenza, Hepatitis A, Hepatitis B und Meningokokken – von „Routine“ auf „gemeinsame klinische Entscheidungsfindung“ umgestellt. Dies bedeutet, dass Gesundheitsdienstleister diese Impfungen nicht mehr automatisch für alle Kinder empfehlen, sondern sie stattdessen von Fall zu Fall besprechen. Die CDC verwies auf die Notwendigkeit weiterer wissenschaftlicher „Goldstandard“-Beweise und erklärte, dass der Schritt mit den Impfplänen in anderen entwickelten Ländern wie Dänemark übereinstimme.

Allerdings sind sich medizinische Gruppen überhaupt nicht einig. Die AAP besteht darauf, dass sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht geändert haben, und plädiert weiterhin für den älteren Zeitplan. Sie argumentiert, dass sich die Bevölkerung, das Gesundheitssystem und die Krankheitsrisiken Dänemarks deutlich von denen der USA unterscheiden.

Zurückweisung von Medizinern

Die AAP hat sich zusammen mit der American Academy of Family Physicians öffentlich gegen die CDC-Änderungen ausgesprochen und dabei auf die jahrzehntelang nachgewiesene Wirksamkeit des Impfstoffs verwiesen. Große Kinderkrankenhäuser wie das Children’s Hospital of Philadelphia und das Children’s Hospital Los Angeles haben ebenfalls bestätigt, dass sie weiterhin die AAP-Richtlinien befolgen werden.

„Die Daten hinter den neuen Änderungen des Bundesplans sind nicht verfügbar oder nicht transparent“, sagt Dr. Lori Handy von CHOP und weist auf Bedenken hinsichtlich der mangelnden Transparenz im Entscheidungsprozess hin. Kinderärzte befürchten, dass die Änderungen den Zugang zu Impfstoffen erschweren, mehr Termine erfordern und möglicherweise Hindernisse für Familien mit begrenzter Zeit oder Ressourcen schaffen könnten.

Was das für Eltern bedeutet

Die neuen CDC-Richtlinien bedeuten, dass Eltern, die Impfungen anstreben und nun in die Kategorie „gemeinsame Entscheidungsfindung“ fallen, ein formelleres Gespräch mit ihrem Gesundheitsdienstleister führen müssen, um eine Genehmigung zu erhalten. Der Versicherungsschutz wird voraussichtlich bis 2026 unverändert bleiben, der Zugang könnte jedoch weiterhin ein Problem darstellen. Einige Kinderärzte sind möglicherweise nicht bereit oder nicht in der Lage, den CDC-Richtlinien zu widersprechen, was möglicherweise die Verfügbarkeit von Impfstoffen einschränkt.

Experten raten Eltern, ausführlichere Gespräche mit dem Arzt ihres Kindes über Impfungen zu erwarten, einschließlich der Vorteile, Risiken und Belege für deren Anwendung. Der AAP betont, wie wichtig es ist, die Anliegen der Eltern zu respektieren und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Beratung anzubieten.

Die Situation ist verwirrend, aber Mediziner fordern Eltern dringend auf, sich auf bewährte wissenschaftliche Erkenntnisse zu verlassen, anstatt Empfehlungen zu ändern. Die Debatte verdeutlicht die Spannung zwischen der Bundespolitik und dem Fachwissen derjenigen, die an vorderster Front im Gesundheitswesen stehen.

Letztendlich haben die Änderungen des CDC zu einer Spaltung in der medizinischen Gemeinschaft geführt, so dass Eltern widersprüchliche Ratschläge befolgen und sicherstellen müssen, dass ihre Kinder einen angemessenen Schutz vor vermeidbaren Krankheiten erhalten.