Schneeschaufeln: Ein verstecktes Risiko für Ihre Herzgesundheit

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Schneeschaufeln nach einem Sturm kann trügerisch gefährlich sein. Auch wenn es wie eine routinemäßige Winteraufgabe erscheinen mag, kann die körperliche Belastung das Risiko eines Herzinfarkts oder Herzstillstands erheblich erhöhen, insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen. Die American Heart Association (AHA) warnt davor, dass die damit verbundene Anstrengung oft unterschätzt wird und selbst scheinbar gesunde Personen gefährdet sein können.

Warum Schaufeln das Herz belastet

Beim Schaufeln geht es nicht nur ums Heben; Es ist eine anstrengende Kombination aus Oberkörperarbeit, dem Aussetzen kalter Luft und potenziellem Anhalten des Atems. Im Gegensatz zu Beinübungen werden beim Schneeheben die Arme stark beansprucht, was eine höhere Belastung für das Herz-Kreislauf-System darstellt. Blut kann sich auch in den Extremitäten ansammeln, wodurch der sauerstoffreiche Blutfluss zum Herzen verringert wird. Kälte verengt die Herzkranzgefäße und erhöht den Blutdruck weiter. Menschen geben sich oft zu viel Mühe und ignorieren Warnzeichen wie Brustschmerzen oder Müdigkeit, um die Arbeit zu Ende zu bringen.

Wer ist am stärksten gefährdet?

Bestimmte Personen sind beim Schaufeln einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt. Dazu gehören:

  • Personen ab 45 Jahren
  • Personen mit einer Vorgeschichte von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzoperation
  • Personen mit Vorerkrankungen wie Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes oder Fettleibigkeit
  • Menschen mit sitzender Lebensweise oder Rauchern

Auch Personen ohne diagnostizierte Herzerkrankung sollten vorsichtig sein, da viele Fälle unerkannt bleiben, bis Symptome auftreten.

Wie man sicher schaufelt (oder es ganz vermeidet)

Wenn Sie schaufeln müssen, empfehlen Experten Folgendes:

  • Machen Sie Ihr Tempo: Versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu klären.
  • Symptome erkennen: Hören Sie sofort auf, wenn Sie Schmerzen in der Brust, Benommenheit oder Herzklopfen verspüren. Rufen Sie 911 an, wenn die Symptome nicht nachlassen.
  • Halten Sie jemanden in der Nähe: Im Falle eines Kollaps ist ein schnelles Eingreifen (HLW) von entscheidender Bedeutung.
  • Warm bleiben: Bedecken Sie Mund und Nase, um das Einatmen kalter Luft zu vermeiden, und tragen Sie mehrere Schichten.
  • Schieben statt heben: Dadurch wird die Anstrengung reduziert.
  • Alternativen in Betracht ziehen: Benutzen Sie eine Schneefräse (mit Vorsicht) oder überlassen Sie es idealerweise jemand anderem, wenn Sie ein hohes Risiko haben.

Das Fazit

Schneeschaufeln ist körperlich anstrengender, als vielen bewusst ist. Für Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren ist es eine potenziell lebensbedrohliche Aktivität. Wenn Sie Vorsichtsmaßnahmen treffen oder, noch besser, ganz auf das Schaufeln verzichten, können Sie Ihr Herz in diesem Winter schützen.