Täglicher Kaffee oder Tee wird mit einem geringeren Demenzrisiko in Verbindung gebracht

0
16

Eine jahrzehntelange Studie legt nahe, dass der regelmäßige Konsum von Kaffee und Tee das Risiko, an Demenz zu erkranken, deutlich senken kann. Die Forscher beobachteten etwa 40 Jahre lang über 130.000 Erwachsene und stellten fest, dass diejenigen, die am meisten Kaffee tranken, ein 18 % geringeres Risiko für Demenz hatten, während diejenigen, die viel Tee tranken, ein 14 % geringeres Risiko im Vergleich zu denjenigen aufwiesen, die nur selten eines der beiden Getränke konsumierten.

Dieses Ergebnis ist von Bedeutung, da die Demenzraten aufgrund der alternden Bevölkerung und möglicherweise veränderbarer Lebensstilfaktoren weltweit steigen. Die Studie unterstreicht, dass einfache Ernährungsgewohnheiten eine schützende Rolle gegen kognitiven Verfall spielen könnten, der enorme Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit hat.

Optimale Aufnahmemengen

Ab einem bestimmten Punkt schienen die Vorteile ein Plateau zu erreichen. 2 bis 3 Tassen Kaffee täglich lieferten den deutlichsten kognitiven Nutzen, während 1 bis 2 Tassen Tee mit einem maximalen Schutz der Gehirngesundheit verbunden waren. Der Verzehr von mehr als diesen Mengen brachte keine zusätzlichen Vorteile. Dies deutet auf einen „Sweet Spot“ für die Einnahme hin und nicht einfach auf „mehr ist besser“.

Wie Kaffee und Tee das Gehirn schützen können

Die genauen Mechanismen sind noch nicht vollständig geklärt, Forscher weisen jedoch auf mehrere Möglichkeiten hin. Kaffee und Tee enthalten Polyphenole – Pflanzenstoffe, die Entzündungen und oxidativen Stress reduzieren können, beides wichtige Faktoren der Gehirnalterung. Koffein selbst könnte auch eine Rolle spielen, indem es den Aufbau von Amyloid Beta stört, einem Protein, das mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht wird, und die Plastizität des Gehirns unterstützt.

Einschränkungen und Vorbehalte der Studie

Die Forschung ist nicht ohne Einschränkungen. Demenzfälle wurden anhand von Krankenakten identifiziert, wobei möglicherweise einige Diagnosen fehlten. Der Studie fehlten auch Einzelheiten zu Teesorten (z. B. schwarzer Tee vs. Kräutertee) und sie konnte nicht eindeutig beweisen, dass Kaffee/Tee das verringerte Demenzrisiko verursachte – es ist möglich, dass gesündere Personen diese Getränke einfach eher konsumieren.

Expertenperspektive

Neurologen legen Wert auf Moderation und Timing. Es ist ratsam, Kaffee oder Tee früher am Tag zu trinken, um Schlafstörungen zu vermeiden. Auch der Verzicht auf übermäßig viel Zucker oder Fette (wie Sahne) ist für die Maximierung der gesundheitlichen Vorteile von entscheidender Bedeutung.

„Ein mäßiger Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee kann sich positiv auf die Gehirngesundheit auswirken“, sagt Dr. Glen Finney, Neurologieprofessor am Geisinger College of Health Sciences. „Aber ich rate davon ab, es früher am Tag und nicht abends zu trinken.“

Fazit

Obwohl es sich nicht um eine garantierte Strategie zur Demenzprävention handelt, scheint ein mäßiger Kaffee- oder Teekonsum mit der Gesundheit des Gehirns vereinbar zu sein und möglicherweise schützende Vorteile zu bieten. Personen, die diese Getränke bereits genießen, können dies mit relativer Sicherheit auch weiterhin tun. Personen mit bestehenden gesundheitlichen Bedenken sollten mögliche Risiken und Vorteile mit ihrem Arzt besprechen.