Eine führende Ernährungspsychiaterin teilt ihre tägliche Gewohnheit für das geistige Wohlbefinden: eine sorgfältig zubereitete Tasse Tee. Über die einfache Flüssigkeitszufuhr hinaus verkörpert die Praxis einen achtsamen Umgang mit der Ernährung, der die Stimmung und Konzentration dramatisch beeinflussen kann.
Die Kraft von „Itutu“: Ein achtsamer Ansatz zur Ernährung
Dr. Uma Naidoo, Gründerin der ersten Klinik für Ernährungspsychiatrie am Massachusetts General Hospital, beschreibt den Vorgang der Teezubereitung als itutu – ein Yoruba-Wort für einen gemächlichen, ruhigen und sicheren Geisteszustand. Diese Einstellung ist ebenso entscheidend wie die Nährstoffe im Getränk selbst.
Beim achtsamen Essen kommt es nicht nur darauf an, was Sie konsumieren; es geht darum, wie man es konsumiert. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, ein Getränk zuzubereiten und langsam zu genießen, fördern Sie Dankbarkeit, Nachdenken und ein Bewusstsein für die Bedürfnisse Ihres Körpers. Diese Absicht kann insgesamt zu gesünderen Ernährungsentscheidungen führen.
Gehirnfördernde Tees: Mehr als nur Entspannung
Verschiedene Tees bieten einzigartige neuroprotektive Vorteile. Sie liefern lebenswichtige Mikronährstoffe, Antioxidantien und Feuchtigkeit, die alle für die Gesundheit des Gehirns von entscheidender Bedeutung sind. Hier ist eine Aufschlüsselung der wichtigsten Optionen:
- Grüner Tee: Reich an L-Theanin, einer Aminosäure, die die Entspannung fördert, indem sie Alpha-Gehirnwellen verstärkt und beruhigende Neurotransmitter wie GABA erhöht. Es verfügt außerdem über krebshemmende, antivirale und gegen Fettleibigkeit wirkende Eigenschaften.
- Kamillentee: Ein jahrhundertealtes Heilmittel, das nachweislich Ängste lindert und die Schlafqualität verbessert. Achtung: Schwangere oder Personen mit Kinderwunsch sollten vor der Anwendung ihren Arzt konsultieren.
- Lavendeltee: Steigert die Dopaminproduktion und senkt den Cortisolspiegel (Stresshormon), was zu weniger Angstzuständen und verbessertem Schlaf führt. Es enthält auch entzündungshemmende Verbindungen.
- Kurkuma-Tee: Der Wirkstoff Curcumin weist antioxidative, entzündungshemmende und neurotrophe Eigenschaften auf. Studien bringen es mit einer verbesserten Aufmerksamkeit, Kognition und Gedächtnis in Verbindung. Für eine optimale Absorption immer mit schwarzem Pfeffer kombinieren.
- Zitronenmelissentee: Interagiert mit den Neurotransmittern GABA, Serotonin und Acetylcholin, um die Entspannung zu fördern und Stress abzubauen. Seine antioxidativen Eigenschaften schützen Neuronen auch vor oxidativem Stress.
Warum das wichtig ist: Der Aufstieg der Ernährungspsychiatrie
Der wachsende Bereich der Ernährungspsychiatrie erkennt den tiefgreifenden Zusammenhang zwischen Ernährung und psychischer Gesundheit. Es reicht nicht mehr aus, die Symptome einfach medikamentös zu behandeln; Die Beseitigung zugrunde liegender Nährstoffdefizite und die Förderung achtsamer Essgewohnheiten gelten heute als wesentlicher Bestandteil der Genesung und des Wohlbefindens. Das Gehirn benötigt eine konstante Versorgung mit Nährstoffen, um optimal zu funktionieren, und was wir zu uns nehmen, wirkt sich direkt auf unsere Stimmung, Konzentration und Belastbarkeit aus.
„Wir alle brauchen Wege, um zur Mitte zurückzukehren. Versuchen Sie, diese Tees so zuzubereiten, dass Sie das itutu in Ihrem Tag finden.“ – Dr. Uma Naidoo
Letztendlich kann die Einbeziehung eines einfachen täglichen Teerituals – mit Absicht zubereitet und achtsam konsumiert – ein wirksames Instrument zur Stressbewältigung, zur Verbesserung der geistigen Klarheit und zur Förderung der langfristigen Gesundheit des Gehirns sein.



























